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Gaskraftwerk Leipheim

Innerhalb des AREAL Pro-Geländes zwischen Leipheim und Bubesheim in Bayerisch/Schwaben ist die Errichtung eines Gasturbinenkraftwerks (Simple-Cycle) im Rahmen des Energie-Wirtschafts-Gesetzes (EnWG) §11 Abs.3 – besondere netztechnische Betriebsmittel (bnBm) geplant.

Die Gaskraftwerk Leipheim GmbH & Co. KG (GKL), eine Projektgesellschaft der Stadtwerke Ulm/Neu Ulm, hat das Kraftwerksprojekt gemeinsam mit Siemens AG und  STEAG GmbH entwickelt, um zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit in der Region und in Süddeutschland beizutragen und das Gelingen der Energiewende abzusichern. Unter Mitwirkung des Energieunternehmens LEAG hat die GKL im Februar 2021 im Ausschreibungsverfahren des Übertragungsnetzbetreibers Amprion den Zuschlag für die Errichtung und den Betrieb eines besonderen netztechnischen Betriebsmittels (bnBm) am Standort Leipheim erhalten. 

Mit der Erteilung des Zuschlags für das Gaskraftwerk Leipheim wurde das Projekt vertrauensvoll an die LEAG übergeben. Sie übernimmt ab sofort Realisierung und Betrieb des Kraftwerks. In diesem Zuge erwirbt die LEAG 100 Prozent der Anteile an der Gaskraftwerk Leipheim GmbH & Co. KG. Siemens Energy als weltweit tätiger Hersteller modernster Kraftwerke und Serviceanbieter soll für die Errichtung sowie die spätere Betriebsführung und Instandhaltung vor Ort zuständig sein.

Neuer Partner für Leipheim – Über LEAG

Die LEAG ist der zweitgrößte deutsche Stromproduzent. Der Hauptsitz befindet sich in der Region Lausitz im Südosten Brandenburgs und Nordosten Sachsens. Die Unternehmensgruppe mit rund 7.400 Mitarbeitern ist dabei, sich vom Bergbau- und Kraftwerksbetreiber zu einem vielseitigen Anbieter für Energie, Infrastruktur und Service zu wandeln. Mit Strom und Wärme aus Braunkohle trägt die LEAG entlang des gesetzlich festgelegten Kohleausstiegspfads sicher und flexibel zur Energieversorgung bei. Gleichzeitig erweitert die LEAG ihr Portfolio der Energieerzeugung und setzt das unter anderen bereits in den Bereichen Erneuerbare und Speicher um.
 
Mit der Investition in das bnBm Gaskraftwerk Leipheim übernimmt die LEAG als erfahrener Kraftwerksbetreiber auch im Süden Deutschlands Verantwortung für eine sichere Stromversorgung in Zeiten der Energiewende. Wie auch die beiden bereits von der LEAG betriebenen Gasturbinenkraftwerke Thyrow und Ahrensfelde bei Berlin wird das Gaskraftwerk Leipheim nach seiner Fertigstellung der Netzstabilisierung dienen. Für den stabilen Netzbetrieb und damit für das Gelingen der Energiewende sind derartige Anlagen dringend erforderlich.

Sicherheitsgarant für Netzstabilität

Am „normalen“ Strommarkt nimmt das Gaskraftwerk Leipheim als netztechnisches Betriebsmittel (bnBm) nicht teil, sondern soll ausschließlich der Sicherung und der Zuverlässigkeit des Elektrizitätsversorgungssystems zur Verfügung stehen. Entsprechend der Ausschreibung von Amprion wird am Standort Leipheim ein Kraftwerksblock mit einer elektrischen Nettoleistung von 300 MW errichtet. Die immissionsschutzrechtliche Genehmigung sowie die Planfeststellungsbeschlüsse für die Gas- und Stromtrasse liegen bei der GKL vor. Bauvorbereitende Maßnahmen für eine neue Anschlussstraße laufen bereits und sollen noch im Februar mit der Baufeldberäumung intensiviert werden. Bereits im Sommer könnte die Errichtung beginnen. Die Aufnahme des Betriebs wird im August 2023 erfolgen.

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